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Hut ab für Vicki Car – Hutmacherin und Laufradbauerin

10. Dezember 2016 — BMC Tempo

Präzision, Akribie, Liebe zum Detail – die Anfertigung von Kopfschmuck hat mit dem Bauen von Laufrädern mehr gemeinsam, als man zunächst vielleicht denken würde. Die Australierin Vicki Car hat ihre beiden Leidenschaften miteinander verbunden: Sie ist hauptberufliche Hutmacherin am Australian Ballet – und baut nebenher Laufräder in einem Bike-Shop.

Vicki Car aus Melbourne übt nicht nur einen, sondern gleich zwei ziemlich ungewöhnliche Berufe aus: Zum einen fertigt sie alle Hüte, Diademe und den gesamten Schmuck für die Ballett-Kompanie des Australien Ballet an, zum anderen baut sie beim grössten australischen BMC-Händler, KAOS Costum Bikes in Melbourne, Laufräder von Hand.

Vom Theater zum Ballett

Ihre Karriere startete sie aber weder in der Werkstatt eines Bike-Shops noch hinter der Bühne des Balletts, sondern am Theater. Als Mechanikerin hat sie zu Beginn Kulissen aufgebaut. „Ich habe meine Arbeit geliebt – obwohl sie körperlich sehr anstrengend war und wir üble Arbeitszeiten hatten.” Trotzdem habe sie irgendeinmal gemerkt, dass dieser Job nichts ist, was sie bis an ihr Lebensende tun möchte. „Eines Nachts waren wir gerade daran, einen Truck zu entladen. Es war drei Uhr in der Früh, es hat geschneit, ich konnte meine Hände und Füsse nicht mehr spüren. Der Truckfahrer hat mich sooft „Liebling“ und „Prinzessin“ genannt, dass ich fast durchgedreht bin.“ Das sei der Moment gewesen, wo sie sich für einen anderen Weg entschieden hat. Da sie sich schon immer für das Design und die Herstellung von Requisiten interessiert hat, schrieb sich Vicky beim London College of Fashion für Abendkurse in Hutmacherei ein. „Ich wusste vom ersten Kurs an: Das ist es, was ich machen will!“ Ich wusste vom ersten Kurs an: Das ist es, was ich machen will!Nach achtzehn Monaten Ausbildung und Nebenjob am Theater erhielt die frischgebackene Hutmacherin die Chance, bei der Ballettkompanie des Royal Ballet, welche im Royal Opera House in London beheimatet ist, zu arbeiten. In der Abteilung mit drei weiteren Hutmachern angekommen, fühlte sie sich, als habe sie endlich ihren Stamm und ihre Berufung gefunden, erzählt Vicki.

Vickis Lieblingstiara, getragen von Ballerina Olivia Bell.

Dreispitz, Schuhhut, Tiara…

„Was ich an meiner Arbeit am Ballett liebe? Die Abwechslung!“ So könne es sein, dass sie am einen Tag Dreispitze aus Filz für Soldaten anfertige, um am nächsten einen Schuhhut für die hässliche Stiefschwester aus Aschenputtel zu nähen, oder ein Tiara für Dornröschen zu schmieden.Was ich an meiner Arbeit am Ballett liebe? Die Abwechslung! Vicki schwärmt von der engen Beziehung zu den Tänzern: „Jemandem mit so grossem Talent und Vorstellungsvermögen einen Kopfschmuck zu zaubern, der seine Erwartungen übertrifft, ist das Schönste und Erfüllendste überhaupt.“ Ausserdem schätze sie es sehr, mit verschiedenen Kostümdesignern, Choreographen und Materialien arbeiten zu können, so die Hutmacherin. Ihr Job berge aber auch viele Herausforderungen, wie die Australierin erzählt. „Das Schwierige an meinem Job ist es, zwischen meinen Vorstellungen und denen des Designers zu differenzieren. Am Ende ist die Umsetzung der Vision des Designers mein Job. Ich muss es nicht mögen, ich muss es nur anfertigen.“

„Die Neue“ im Bike-Shop

„Am Ballett bin ich es gewohnt, dank meinem Wissen und meinen Fähigkeiten auch die kompliziertesten Entwürfe umsetzen zu können. Im Bike-Shop bin ich aber einfach nur die Neue!“, lacht Vicki. Die Australierin arbeitet Teilzeit bei KAOS Custom Bikes, dem grössten BMC-Händler auf dem Roten Kontinent. Geführt wird der Shop von Andrew Oosterwhegel, der seit Jahren selbst Laufräder baut. „Andrew stellt um die 300 Paar Räder pro Jahr her – trotzdem arbeitet er an jedem einzelnen Set mit einer unglaublichen Sorgfalt.“, so seine Angestellte.

Doch wie ist Vicki, die Hutmacherin, an einen Job bei KAOS gekommen? Vickis Bruder hatte sich bei KAOS Räder bauen lassen, und als er diese seiner Schwester zeigte, war sie fasziniert. „Die Art, wie die Speichen gebunden waren, war perfekt. Ich habe meinen Bruder gebeten, mich das nächste Mal mit in den Bike-Shop zu nehmen, damit ich die Person treffen kann, die diese wunderschön simple und gleichzeitig verzwickte Arbeit verrichtet hat.“ Dort hat sie Andy Oosterwhegel zum ersten Mal getroffen. Zunächst sprachen sie ein bisschen über das Speichen-Binden, bis Vicki erwähnte, dass sie sich auf ihrem Sattel nicht wohlfühle. Von da an ist sie über einen Monat lang jede Woche in den Shop gegangen, damit Andy ihr einen neuen Sattel zum Testen mitgibt. Später fanden sie heraus, dass Vickis Mann ein alter Schulfreund Andys ist – die beiden hatten sich über 25 Jahre lang nicht gesehen. Vicki brachte dann regelmässig ihr Bike bei Andy in die Radwerkstatt und nahm an den KAOS Shop Rides teil.

Vicki am Speichenbinden im Bike-Shop.

Später kaufte Vicki einen BMC Streetracer bei Andy. „Als er meine Laufräder gefertigt hat, hat er mir gleich gezeigt, wie ich sie selbst binden kann. Ich muss ein gewisses Geschick an den Tag gelegt haben – er hat mir nämlich einen Job angeboten, falls ich eines Tages mit der Hutmacherei aufhören will.“ Und weshalb denn gerade Laufräder bauen? „Ich liebe es, Fähigkeiten zu haben, die ungewöhnlich sind. Tiaras für Ballerinas kreieren oder Laufräder für Radfahrer zu bauen – das kann nicht jeder!“Ich liebe es, Fähigkeiten zu haben, die ungewöhnlich sind. Tiaras für Ballerinas kreieren oder Laufräder für Radfahrer zu bauen – das kann nicht jeder! Obwohl sie einen Job bei KAOS angeboten bekam, hat die Australierin die Hutmacherei nicht aufgegeben. „Ich habe den Job bei Andy auch so gekriegt!“, lacht die Australierin. KAOS Custom-Bikes Inhaber Andy nahm die Hutmacherin Vicki also unter seine Fittiche. „Es fühlt sich ein bisschen so an, als ob ich ein Praktikum machen würde. Ich fühle mich unglaublich privilegiert, auch nur einen Bruchteil von Andys Wissen vermittelt zu bekommen.“ Sie verstehe die Prozesse besser und besser, wiederhole sie mit verschiedenen Rädern-, Naben- und Speichenkombinationen. Mittlerweile wisse sie, was falsch gewesen ist, wenn etwas nicht geklappt hat. Was ein gutes Rad ausmache, sei so ziemlich dasselbe wie das, was ein gutes Bike ausmacht, so Vicki, nämlich qualitativ hochstehende Komponenten, die von jemandem zusammengesetzt werden, der geschickt ist und der Spass an seiner Arbeit hat.

„Radfahren ist das Gefühl kindlicher Freiheit für mich“

„Radfahren ist das Gefühl, das dem der kindlichen Freiheit am nächsten kommt.“, findet Vicki. Wie die meisten australischen Kinder ist sie früher überall mit dem Fahrrad hingefahren: zur Schule, an den Strand, zu Freunden. Das Radfahren wiederentdeckt hat sie dann aber erst nach ihrer Rückkehr nach Australien und der Geburt ihres Sohnes Nate. „Als Nate alt genug war, um in einem Baby-Sitz auf dem Gepäckträger meines Fahrrads zu sitzen, sind wir an den Wochenenden oft Radfahren gegangen. Mein Sohn hat mir dann oft auf den Rücken geklopft und gerufen: «Schneller, Mama, schneller!»“ Eines Tages hat Vicki dann das Rennrad eines Freundes ausgeliehen. „Ich war sofort begeistert!“ So begeistert, dass sie sich gleich ihr eigenes kaufte. Seither hat sie ihr Rad dreimal gegen ein neues ausgewechselt und fährt nun eine BMC Timemachine TMR01 – selbstverständlich mit handgemachten Rädern von Andy. „Neben meiner TMR01 besitze ich ein eigens zusammengestelltes Fixie, ein BMC Speedfox SF01 für die Trails, ein Vintage-Damenrad mit Körbchen – und ich habe bereits ein Auge auf das letztjährige giftgrüne Granfondo GF02 geworfen, weil ich an Cyclocross-Rennen teilnehmen möchte.“, gibt Vicki schmunzelnd zu. „Ich kann einfach nicht mehr aufhören!“ Ich kann einfach nicht mehr aufhören

Vicki vor ihrem "zweiten" Arbeitsplatz: KAOS Custom Bikes in Melbourne.

 

Parallelen zwischen Hutmacherwerk und Laufradbau

„Was wir kreieren ist dazu da, Leistungen zu steigern – seien das nun Pirouetten auf der Bühne oder Abfahrten mit dem Bike.“, beschreibt Vicki die Gemeinsamkeit des Hutmachens und des Laufradbaus. Es sei wichtig zu verstehen, wie und weshalb Menschen ihren Körper einsetzen. Nur so kann sie ihnen helfen, sich zu verbessern und dabei gut auszusehen – sei das beim Tanzen oder beim Radfahren. „Der letzte Schliff ist sichtlich weit voneinander entfernt: Räder kriegen Gummipneus, Tiaras Kristalle und Perlen. Bis zu diesem Zeitpunkt braucht es aber bei beidem viel Konzentration und hohe Präzision, damit nichts schiefgeht.“

 

Andy und Vicki kann man auch besuchen: KAOS Custom Bikes, 981 Glen Huntly Road, Melbourne

Ihr persönliches Paradies: Vicki in ihrem Atelier des Australian Ballets.

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