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David Nicholas: ein etwas anderer Profi-Fahrer

26. Februar 2015 — BMCVoice
BMCVoice

David Nicholas ist einer der weltweit erfolgreichsten paralympischen Athleten im Radsport. Obwohl er mit einer infantilen Zerebralparese zur Welt kam, lässt sich der Australier nicht davon abhalten, herausragende Leistungen auf seinem Bike zu vollbringen. Seine Liste von Auszeichnungen ist bereits sehr eindrücklich; unter anderem hat er schon die paralympischen Spiele und mehrere Weltmeisterschaften im Zeitfahren gewonnen.

Letztes Jahr hat David den Sportdirektor des BMC Racing Teams, Allan Peiper, getroffen. Peiper war von Davids Geschichte so beeindruckt, dass er es sich nicht nehmen liess, David mit einer brandneuen timemachine TM01 für die kommende Saison auszurüsten. Seither hat er zusätzlich eine teammachine SLR01 zu seiner BMC-Sammlung hinzugefügt. Wir finden, dass es an der Zeit ist, mehr über diesen inspirierenden Athleten, seine Ziele für 2015 und seine Leidenschaft für Schweizer Hochqualitätsräder herauszufinden.

David, du bist einer der erfolgreichsten paralympischen Radfahrer weltweit. Kannst du beschreiben, wie es sich anfühlt, Australien auf der Weltbühne zu vertreten?

Als ich mit dem Radfahren begann und für Australien antrat, hoffte ich, gut genug zu sein, um an den Paralympics 2016 in Rio antreten zu können – das war von Beginn an stets mein Ziel. Ich bin sehr glücklich darüber, dieses Ziel früher als eigentlich vorgesehen umsetzen zu können. Es war ein grosser Nervenkitzel, in London antreten zu können. Das ganze Event war unglaublich, und es waren mehr Zuschauer da als ich je zuvor gesehen habe. Mit einer Goldmedaille im Zeitfahren und einer Bronzemedaille im Strassenfahren nachhause gehen zu können, war fantastisch. Mit einer Goldmedaille im Zeitfahren und einer Bronzemedaille im Strassenfahren nachhause gehen zu können, war fantastisch

Die meisten Leute wissen wahrscheinlich nicht viel über Zerebralparese. Kannst du uns ein bisschen von deiner Behinderung und deiner Rennkategorie erzählen?

Ich wurde mit Zerebralparese geboren, was einerseits meine grob- und feinmotorischen Fähigkeiten, andererseits auch mein Sprechen beeinflusst. Ich habe das Glück, genug Gleichgewicht zu haben, um ein normales Rad fahren zu können. Für Athleten, die normale Fahrräder fahren, gibt es fünf Kategorien: C1 bis C5. C1 bedeutet am meisten invalide, C5 am wenigsten. Ich gehöre der Kategorie C3 an. Nicht alle Athleten in meiner Kategorie haben Zerebralparese; einige haben amputierte Gliedmassen, andere haben andere Behinderungen. In manchen Rennen beinhaltet das Peloton mehr als eine Kategorie; dann werden die Kategorien anhand der Farbe des Helmes voneinander unterschieden.

Wie fandest du zum Radsport und wann hast du begonnen, von einer Teilnahme an den Paralympics zu träumen?

Als Teenager betrieb ich Leichtathletik und hoffte, in dieser Disziplin an den Paralympics teilnehmen zu können. Mit 16 erlitt ich eine Knieverletzung, die operiert werden musste. Mein Vater fuhr damals auf Club-Level Rad, und ich begann, ebenfalls zu fahren, um mein angeschlagenes Knie zu rehabilitieren. Als ich mit dem Radfahren begann, merkte ich bald, dass ich diesen Sport mehr mag als Leichtathletik. Ich begann, zusammen mit meinem Vater auf Club-Level zu fahren. Im Radsport herrscht eine gewisse Chancengleichheit vor; ich kann auch mit körperlich gesunden Athleten konkurrieren – etwas, das ich in der Leichtathletik vorher nicht konnte. Meine erste Mannschaftsaufstellung im Australischen Team konnte ich mit 18 (2010) verzeichnen und ich glaube, damals wurde der Traum einer Teilnahme an den paralympischen Spielen zu meinem Ziel.

 

Was war überraschender für dich: Das paralympische Gold 2012 in London oder die Auszeichnung als Radfahrer des Jahres von Queensland?

Nun, an die Paralympics von 2012 ging ich als aktueller Weltmeister im Strassen-Zeitfahren und in der 3-km-Verfolgung. Ich stand also unter grossem Druck, erfolgreich zu sein. Es war nicht komplett unerwartet, dass ich aufs Podium kam – aber an so einem Tag kann alles passieren. Ich gewann das Zeitfahren mit neun Sekunden Vorsprung – es war also sehr eng. Die Radfahrer des Jahres-Auszeichnung zu erhalten war äusserst unerwartet; ich dachte nicht, dass meine Resultate hierzu gut genug wären. Es ist eine grosse Ehre, dass nun mein Name auf derselben Trophäe steht wie derjenige meiner Helden, wie beispielweise Anna Meares und Robbie McEwen. Ich habe zu Ohren bekommen, dass du Vollzeit arbeitest.

Wie schaffst du es, trotzdem dein ganzes Training zu absolvieren?

Das ist eine echt gute Frage! (lacht) Ich arbeite Vollzeit als Information Technology Support Officer. Mein Arbeitgeber erlaubt mir ein bisschen Flexibilität bei den Arbeitsstunden. Ich höre um 16.00 Uhr auf, zu arbeiten, und absolviere meine Trainingsfahrten deshalb wochentags meist zwischen 4 und 7 Uhr nachmittags. Mein Arbeitgeber gibt mir zudem frei, wenn ich an Rennen in Übersee teilnehme – ich kann mich also glücklich schätzen.

Hast du ein Vorbild, zu dem du aufschaust?

Ja natürlich, es gibt zahlreiche Profi-Fahrer, die ich am Fernsehen verfolge. Cadel Evans, Philippe Gilbert und Tony Martin sind Athleten, die ich sehr mag; aber es gibt so viele tolle Fahrer! Cadel Evans, Philippe Gilbert und Tony Martin sind Athleten, die ich sehr mag; aber es gibt so viele tolle FahrerIch schaue zu Fahrern auf, die niemals aufgeben und immer hundert Prozent geben.

 

 

Wie viele Kilometer fährst du pro Jahr?

Ich trainiere etwa 300 km pro Woche, also schätzungsweise 15‘000 km im Jahr. Ich habe das zuvor noch nie hochgerechnet. Meine Strassenrennen sind normalerweise nicht mehr als 70 km lang; die Zeitfahr-Strecken sind 20 km lang (die Maximum-Distanz hängt vom Ausmass der Behinderung ab). Verglichen mit körperlich gesunden Athleten sind meine Rennen relativ kurz; ich muss also nicht im gleichen Ausmass trainieren wie sie.

Kannst du uns erklären, wie es zum Treffen zwischen dir und Allan Peiper vom BMC Racing Team kam?

Ich hätte nie und nimmer erwartet, dass ich jemanden wie Allan Peiper in meiner kleinen Stadt treffen würde. Es hat sich herausgestellt, dass Allan hier Familie hat. Sie waren es, die den Kontakt zwischen mir und Allan hergestellt haben. Wir haben ein bisschen hin- und hergemailt und uns auf einen Kaffee verabredet, als Allan hierher kam, um seine Familie zu Nachdem ich das Bike ein erstes Mal gefahren bin, wusste ich, dass ich den richtigen Entschluss gefällt hattetreffen. Er ist ein wirklich netter Kerl und für mich ist es eine grosse Sache, ihn getroffen zu haben. Es haut mich immer noch um, dass jemand wie er, der täglich mit unglaublichen Fahrern zusammenarbeitet, an jemandem wie mir interessiert ist.

Was waren deine Beweggründe, ein BMC SLR01 Rennrad zu kaufen?

Bevor ich diese Entscheidung traf, habe ich viel im Internet rumgeforscht. Nachdem ich das Bike ein erstes Mal gefahren bin, wusste ich, dass ich den richtigen Entschluss gefällt hatte. Das Bike ist super reagierend; wenn du in die Pedalen trittst, dann läuft es einfach! Und in den Anstiegen merkst du echt, wie leicht es ist. Es ist bei Weitem das beste Bike, das ich je gefahren bin.

Was magst du lieber: Zeitfahren oder Strassenrennen?

Ich hatte viel Erfolg im Zeitfahren, habe ja zweimal die paralympischen Weltmeisterschaften gewonnen. Trotzdem würde ich behaupten, dass ich Strassenrennen ein bisschen mehr mag. Zeitfahren ist nur Schmerz, es bist bloss du gegen die Uhr. Im Strassenrennen gibt es eine Strategie und andere Faktoren, die involviert sind, und alles aufregender und anspruchsvoller machen.

Dein Palmarès ist bereits ziemlich eindrücklich. Gibt es ein Rennen, das du unbedingt noch gewinnen willst?

Ja, ich will unbedingt ein grosses Strassenrennen gewinnen Ja, ich will unbedingt ein grosses Strassenrennen gewinnen. An den Strassenweltmeisterschaften 2011 wurde ich Zweiter, am paralympischen Strassenrennen Dritter und an den diesjährigen Weltmeisterschaften Vierter.

Ich will nun wirklich beweisen, was ich kann – auch auf der Strasse. Was machst du so in einer Freizeit?

Was ist Freizeit? (lacht) Ich arbeite, ich trainiere, ich schlafe – und dann alles wieder von vorn. (lacht) Ich gehe nicht oft aus, entspanne mich zuhause, schaue Filme und Radsport am Fernsehen und verschwende generell sehr viel Zeit im Internet.

Danke für deine Zeit, David, und viel Glück für deine Ziele im 2015!

Palmarès

Goldmedaille im Strassenzeitfahren an den Paralympics 2012 in London

Bronzemedaille im Strassenrennen an den Paralympics 2012 in London

4. Platz in der 3-km-Verfolgung an den Paralympics 2012 in London

Goldmedaille an den Zeitfahr-Weltmeisterschaften 2013 (Kanada)

Silbermedaille an den Bahn-Weltmeisterschaften 2012 in der 3-km-Verfolgung (USA)

Silbermedaille an den Bahn-Weltmeisterschaften 2012 im 1-km-Zeitfahren (USA)

Goldmedaille an den Zeitfahrweltmeisterschaften 2011 (Dänemark)

Silbermedaille an den Strassenweltmeisterschaften 2011 (Dänemark)

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