Bitte wähle dein/e Land/Region und deine Sprache

  • International
    • English
    • Deutsch
    • Français
    • Italiano
    • Español
  • Schweiz
    • Deutsch
    • Français
    • Italiano
  • Deutschland
    • Deutsch
  • Österreich
    • Deutsch
  • Frankreich
    • Français
  • Italien
    • Italiano
  • Spanien
    • Español
  • Benelux
    • Français
    • English
  • USA
    • English
    • Español

Diese Web-Seite verwendet Cookies. Indem Sie weiter auf dieser Web-Seite navigieren, erklären Sie sich mit unserer Verwendung der Cookies einverstanden. Weitere Informationen hierzu finden Sie auf unserer Seite 'Datenschutzerklärung'.

Vergleichen

Jetzt vergleichen

Bitte wähle dein/e Land/Region und deine Sprache

  • International
    • English
    • Deutsch
    • Français
    • Italiano
    • Español
  • Schweiz
    • Deutsch
    • Français
    • Italiano
  • Deutschland
    • Deutsch
  • Österreich
    • Deutsch
  • Frankreich
    • Français
  • Italien
    • Italiano
  • Spanien
    • Español
  • Benelux
    • Français
    • English
  • USA
    • English
    • Español

Bier in Boulder oder Espresso in Italien? 30 Minuten mit Phinney

31. Oktober 2014 — TeamSpirit
TeamSpirit

Taylor Phinney vom BMC Racing Team ist eine der interessantesten Persönlichkeiten des aktuellen Pelotons. Er ist der Sohn von Connie Carpenter Phinney, die 1984 eine olympische Medaille holte, und dem mehrfachen Tour de France Etappensieger Davis Phinney. Bereits im zarten Alter von 23 Jahren gewann er eine Etappe des Giro d'Italia und fuhr bei der Tour of Dubai im Februar dieses Jahres den Gesamtsieg ein. Ein zukünftiger Star? Nein, er ist bereits jetzt ein Star. Nicht nur wegen seines unglaublichen Potentials, sondern weil er die Welt des Profiradsports um seine frische und schillernde Persönlichkeit ergänzt.

Es ist 18:30 Uhr in der Schweiz und Taylor Phinney geht ans Telefon mit einem gedehnten "yo-o..." das klingt, als läge er total entspannt, die Beine hochgelegt, auf dem Sofa. Es ist eine Woche nach der Flandern-Rundfahrt, wo er die meiste Zeit in der Ausreissergruppe mitfuhr, bevor er nur 45 km vor dem Ziel eingeholt wurde. Aber das ist Teil des Plans. „Ich lebe den Traum“, so Phinney, „Seit dem Training heute Morgen habe ich mich einfach nur erholt. Einige der anderen Jungs fahren heute Rennen, aber ich nicht. Ich lasse es langsam angehen, bevor am Wochenende Paris Roubaix beginnt.“

Taylor, du hast in der Vergangenheit bereits erwähnt, dass es ein Traum von dir ist, Paris Roubaix zu gewinnen. Was müsste geschehen, damit dieser Traum wahr wird?

In Anbetracht meiner körperlichen Möglichkeiten und des schwierigen Streckenverlaufs dieses Events liegt es dieses Jahr vielleicht drin. Nächstes Jahr kann ich definitiv eine Schlüsselrolle im Finale des Rennens spielen und einer der Fahrer sein, die den Ausgang dieses Rennens beeinflussen. Aber es ist ein Rennen, das nicht nur schwierig vorherzusagen, sondern vor allem zu gewinnen ist. Es ist definitiv ein unterhaltsames Rennen - darum ist es auch so beliebt, aber eben auch so schwierig. Es gibt 28 Abschnitte mit gepflasterten Strassen, die dich komplett durchrütteln. Aber es war schon immer ein Rennen, für das ich mich begeistern konnte. Man muss allerdings wissen, worauf man sich einlässt, und wenn die grossen Jungs losziehen, dann musst du dich an sie ranhängen, klug sein und die richtigen Moves mitmachen und nicht unnötig Energie verschwenden. Um hier erfolgreich zu sein, muss eine Reihe von Faktoren zusammenspielen, aber für mich wäre es das Grösste, als erster Amerikaner Paris Roubaix zu gewinnen, und ich halte das definitiv für ein erreichbares Ziel. Aber ich gehe die Sache ein Jahr nach dem anderen an.

 für mich wäre es das Grösste, als erster Amerikaner Paris Roubaix zu gewinnen, und ich halte das definitiv für ein erreichbares Ziel

Warum hast du dich gegen all die anderen Profiteams für das BMC Racing Team entschieden?

Ich finde es sehr attraktiv, mit einer Bike-Firma zusammenzuarbeiten, die zwar ein wenig kleiner ist, aber trotzdem in der Lage, ein hochwertiges Produkt herzustellen. Die Firma gehört Andy Rhis, der auch Titelsponsor des Teams ist, wenn wir also etwas brauchen, ist nur ein Telefonat nötig. Die letzten 3 Jahre waren wirklich gut und wenn möglich würde ich gerne noch weitere 3 Jahre dabei bleiben. Ich bin einer der BMC Racing Team Fahrer, der das impec fährt, und ich mag das Schweizerische der Marke. Es passt zu meinem Stil, wissen Sie, Schweizer Qualität und Ingenieurwesen - ich bin ausserdem ein grosser Fan von Schweizer Uhren.

Du bist einer der jüngeren Fahrer des Pelotons, was sind die Vor- und Nachteile?

Ich fühle mich nicht wirklich jung, das ist schon meine vierte Saison. Aber meine Erwartungen sind realistisch. Ich würde nicht sagen, dass professioneller Radsport etwas für alte Leute ist, aber seine  Hochform hat man mit Ende zwanzig, Mitte dreissig - einfach, um mit den Entfernungen klarzukommen. Die jüngeren Fahrer sind mental frisch und begeistert dabei; ich gehe jedes Rennen mit einem gewissen Selbstvertrauen und Naivität an. Wir haben im Peloton auch ein paar ältere Fahrer, die sind schon etwas erschöpft und in einer Position, wo sie Radfahren als Job betrachten. Ich betrachte es immer noch als meine Leidenschaft, und die möchte ich mir bewahren so lange es eben geht.

Was ist deiner Meinung nach das Geheimnis, um motiviert zu bleiben?

Ich möchte immer gewinnen und mich selbst oder meine Ergebnisse aus früheren Rennen verbessern. So bleibe ich motiviert und auf eine gewisse Art auch jung, und vor allem bewahrt es mir die Leidenschaft für das, was ich erreichen möchte. Es wird auf jeden Fall schwieriger, wenn man in eine häusliche Rolle fällt, dann wird es einfach nur ein Job. Nichtsdestotrotz ist es in jedem Fall besser als ein Bürojob, denn wenn das Team gewinnt, gewinnst du auch, weil du ja ein Teil davon warst. Und dann ist da immer der Nervenkitzel des Rennens, das geht nie vorbei. Letztendlich versuche ich aber einfach, meine Ziele im Auge zu behalten und sicherzustellen, dass ich mich immer noch weiter entwickele. In diesem Sport wird Geduld definitiv belohnt.

Hast du einen Mentor? Hast du schon mal mit einem Sportpsychologen gearbeitet, oder helfen dir deine Eltern?

Meine Eltern waren beide begeistert, als ich mit dem Radfahren anfing, aber sie hängen sich nicht rein, ausser ich bitte sie darum. Da fällt mir gerade auf - ich habe sie mehr um Rat gefragt, als ich jünger war. Mein Vater kann einen wirklich gut aufbauen und hat mir geholfen, die Dinge in die richtige Perspektive zu rücken. Aber ich habe auch schon in sehr jungem Alter gelernt, dass die wichtigste Person, die wirklich da sein muss, um mich zu motivieren, ich selbst bin. Ich habe mich immer für Psychologie interessiert, aber weil ich nach der High School direkt mit dem Radfahren angefangen habe, hatte ich nie eine Gelegenheit, es richtig zu studieren. Ich habe aber viele Bücher über Sportpsychologie gelesen, um mich selbst weiterzubilden. Ich bin also in gewisser Weise mein eigener Sportpsychologe. Das ist manchmal natürlich total schwierig, aber dann gehe ich einen Schritt zurück und betrachte die Dinge aus einer gewissen Distanz. Ich habe das Glück, einen gescheiten Kopf auf meinen Schultern sitzen zu haben; ich kann mit Druck umgehen und die Dinge gut einordnen.

Taylor, du wurdest aufgrund deines Modebewusstseins schon als „Tastemaker“ bezeichnet. Falls du etwas modischen Stil in das Peloton bringen wolltest, was würdest du machen? Wäre es etwas total Neues oder fändest du Retro besser? 

Ha... ich versuche doch schon, meinen eigenen Stil im Peloton einzubringen. Vor einigen Jahren habe ich mit Giro zusammengearbeitet als ich die Idee hatte, ein paar schicke neue Schuhe zu entwerfen. Sie sehen den Stollenschuhen im Fussball sehr ähnlich. Es sind Schnürschuhe. Also ich sage dazu, man muss unten anfangen! Und... der Aero Helmtrend momentan, das ist nicht wirklich meins - ich finde, da müsste man noch dran arbeiten. Aber das Modebewusstsein im Peloton wächst; momentan ist es wieder eher retro, mit mehr schwarz in den Hosen. Man sieht weniger schrille Farben und so auf den Jerseys, ausser bei ein paar Teams.

Wenn ich ein Radsport Tourist wäre und nicht die BMC Racing Team Uniform tragen müsste, würde ich einen Retro Look wählen. Ich mag Marken, die den Flair der 60er und 70er Jahre in der Radsportmode versprühen, so in der Art wie Eddie Merckx. Wenn es nach mir ginge, würde ich eigentlich nur in schwarz und weiss fahren: Wenn es nach mir ginge, würde ich eigentlich nur in schwarz und weiss fahren Es gibt genug Menschen, die denken, Radfahrer sind extrem seltsam, nur aufgrund der Kleidung, die sie tragen. Also warum sollte man diesen Vorurteilen weiter bestärken!

Wenn du einen Alpenpass fahren müsstest, welche Übersetzung würdest du wählen?

Das hängt von dem Alpenpass ab. Den Mortirolo beispielsweise würde ich mit einer Kompaktkurbeln fahren, weil der so steil ist. Bei Steigungen über 8% würde ich vorne eine 38er Übersetzung fahren und hinten eine 28er, einfach weil ich hohe Trittfrequenzen mag.

Was wäre dir lieber, eine Rolex Uhr oder eine von Cartier?

Auf jeden Fall Rolex, ganz klar.

Ford, YSL oder Pierre Cardin?
Saint-Laurent. Es heisst jetzt nur noch Saint Laurent - das weisst du, oder? Mit Tom Ford kann man nichts falsch machen, aber SL ist eher mein Stil, Lederjacken, enge Hosen, irgendwie stehe ich darauf. Aber du könntest mich auch jederzeit in Tom Ford kleiden, und ich würde mich nicht beschweren. Aber für das Gefühl, das ich vermitteln möchte, ist SL meine erste Wahl.

Du bist nicht nur ein Fashion Victim sondern hörst auch gerne und viel Musik. Verwendest du iTunes oder Spotify?

Ich nutze iTunes, weil ich meine Musik lieber kaufe und die Künstler unterstütze, als den Stream zu verwenden. Aber ich bekomme viel meiner Musik aus verschiedenen Blogs im Internet, also Mixes und Kollaborationen, die es noch nicht auf iTunes gibt. Spotify nutze ich nur selten, aber ich habe eine andere App auf meinem Handy, sie heisst Hypemachine.

Was für Musik hörst du gerne? Indie? Techno oder Electronic?

Ich höre viel Verschiedenes. Viel Dance und House Music. Das kann von chilled House oder Lounge Beats bis hin zu dynamischerem Dance reichen. Die Art Musik, die man in Clubs mit richtig guten DJs hört. Ich mag Musik, zu der ich tanzen oder mitgehen kann. Aber manchmal gefällt mir auch Rap, Accoustic oder Alternative. Im Grunde mag ich Musik mit guten Beats - mit denen ich mitgehen kann.

Würdest du lieber einen Espresso in Italien trinken oder ein Bier in Boulder?

 

Oh Mann. Das hängt sehr stark von der Jahreszeit ab. Zwischen August und Januar würde ich das Bier in Boulder wählen. Das ist ausserdem die Jahreszeit, zu der ich ein sehr grosses Bier in Boulder geniessen würde, oder auch woanders - in jedem Fall ohne schlechtes Gewissen. Den Rest des Jahres wäre es der Espresso in Italien. 

Innovationen
International, Deutsch BMC SeitenHändlersucheB2BKontakt