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Der Tag der Weltmeisterschaft mit Julien Absalon

13. September 2015 — TeamSpirit
TeamSpirit

Seit 1998 hat Julien Absalon keine MTB-Weltmeisterschaft versäumt. Von 17 Weltmeisterschaftsrennen hat er nicht weniger als acht für sich entscheiden können. Er wurde Junior-Weltmeister, zweifacher U23-Weltmeister und gewann fünf Mal die Elite-Weltmeisterschaft. Aber wie wichtig sind die Weltmeisterschaften tatsächlich? Wie ist der Tag des Rennens für den Athleten? Viele sind der Meinung, die Weltmeisterschaften seien einfach ein weiteres Rennen im Kalender – doch weit gefehlt! Bei den Weltmeisterschaften ist einfach alles anders: Die Atmosphäre, die Leute, und was passieren kann, wenn man die Ziellinie als Erster überfährt. Wir sind Julien Absalon während dieses besonderen Tages dicht auf den Fersen gefolgt, um herauszufinden, wie es wirklich ist…

Samstag, 5. September 2015. Die Sonne zeigt sich endlich in Andorra. Nach drei schrecklichen Tagen voller Regen, Nebel und tiefen Temperaturen sind die Elite-Cross-Country-Fahrer glücklich, mit perfekten Konditionen in den Tag starten zu können.

Bei den Weltmeisterschaften wird die Nation und nicht der Teamsponsor repräsentiert. Wie jeder andere Fahrer auch, ist Julien Absalon heute nicht mit seinem gewohnten Team zusammen, sondern beim französischen Nationalteam in La Massana, am Fuss des Berges, wo das Rennen stattfinden wird. Der Höhenlage des Rennens von 2‘000 Metern zum Trotz entschied sich Julien Absalon, keinem spezifischen Akklimatisierungsprogramm zu folgen – er kam drei Tage vor dem Rennen in Andorra an.

7h30 Frühstückszeit

Obwohl der Startschuss für das Rennen erst um 14.30 Uhr fällt, beginnt der Tag für die Fahrer früh, damit sie einerseits verdauen und andererseits noch eine Mahlzeit vor dem Rennen zu sich nehmen können.

Tee, glutenfreies Brot, Früchte und Eier stehen auf Juliens Menüplan. Am Tisch, wo die Mitarbeiter und die Fahrer des französischen Nationalteams zusammensitzen, ist die Atmosphäre sehr entspannt. Noch keine Spur von Nervosität…

8:30 Letzte Vorbereitungen

Zurück auf seinem Zimmer ist es für Julien an der Zeit, letzte Vorbereitungen für das Rennen zu treffen. Eine grosse Eins an seinem Rücken festmachen zu können, ist immer etwas Besonderes. Es bedeutet, seinen Titel zurück ins Rennen zu geben, und wiederum darum kämpfen zu müssen.

 Juliens BMC Fourstroke blieb über Nacht in seinem Zimmer. Man kann nie vorsichtig genug sein…

11h00 Mittagessen

Noch dreieinhalb Stunden bis zum Rennen – die fünf französischen Fahrer treffen sich zum Mittagessen im Restaurant des Hotels. Es ist an der Zeit, die letzten Kalorien zu sich zu nehmen und letzte Informationen zum Rennen auszutauschen. Eines der Themen ist die Wahl der Reifen; obwohl es aufgehört hat, zu regnen, ist der Boden immer noch nass. Die falsche Reifenwahl kann die Leistung negativ beeinflussen, weswegen selbst das kleinste Stückchen an Information von Wichtigkeit ist. Die sozialen Medien liefern allerlei Bilder, die von Fans und Fahrern gepostet wurden.

12:15 Auf gehts!

Um einen letzten Eindruck von der Strecke zu erhalten, schaut sich Julien die erste Runde der Frauen auf Redbull.tv an. Gleich im Anschluss ist es für Julien allerdings an der Zeit, die Gondel zu besteigen und sich zum Rennstall zu begeben.

Fünfzehn Minuten später kommt Julien im Areal des BMC MTB Racing Teams an, wo seine Frau Emilie bereits sorgfältig die Flaschen fürs Rennen vorbereitet: eine für den Start, je eine für jede der sechs Runden und eine für die Ziellinie.

Der Teammechaniker Sylvain passt Juliens Reifendruck an und lässt ihn für einen kurzen Check auf die Strasse.

Ungeachtet dessen, was für ihn beim heutigen Rennen auf dem Spiel steht, ist der freundliche Weltmeister stets für seine Fans da.

14:15 15 Minuten bis zum Start

Nun gilt es Ernst. Die ersten Fahrer werden zur Startlinie gerufen. Wie üblicherweise warten die Top acht Fahrer an der Seitenlinie, um zuletzt aufgerufen zu werden. Die Muskeln in der Zwischenzeit warm zu halten ist wichtig, weswegen Julien sich auf den Rollen warmfährt. Die Schuh-Clips werden ein letztes Mal angezogen, die Startposition wird sorgfältig ausgewählt und die Renntaktik wird mit Team-Manager Alex Moos ein letztes Mal durchgesprochen.

Die letzten beiden, die zur Startlinie gerufen werden, sind Nino Schurter und Julien Absalon, die Weltnummern 1 und 2. Sportliche Erzrivalen und die beiden grossen Favoriten für das Rennen. Wird es ein weiteres Kopf-an-Kopf-Rennen der beiden? Oder wird ein Aussenseiter den rutschigen Untergrund für sich nutzen und allen die Show stehlen?

14h28 „Zwei Minuten bis zum Start!“

Jetzt sind alle Fahrer an der Startlinie, der Rennkommentator fordert die Fotografen auf, die Strecke zu verlassen, und der Countdown läuft. Stille. Der Startsong sorgt bei allen für Gänsehaut; die Spannung ist greifbar. Der Start ist bei Cross-Country-Rennen der Schlüssel. Ein schlechter Start kann das ganze Rennen aufs Spiel setzten; auch für die Favoriten. „Fünfzehn Sekunden bis zum Start!“ Die Herzschläge erschallen, die Pistole wird abgefeuert – und das Rennen beginnt!

In der ersten Runde steckt Julien noch im „Stau“ der anderen Fahrer; erst in der zweiten Runde gelingt es ihm, die Lücke zu Nino allmählich zu schliessen.

Juliens Familie, seine Freunde und seine Fans pushen ihn so fest sie nur können.

Der rutschige und felsige Abstieg ist der Schlüssel zum Rennen. In der dritten Runde rückt Julien auf den ersten Platz vor und eröffnet eine kleine Lücke zwischen sich und Nino, doch der Schweizer schliesst rasch wieder auf.

Der Rest des Rennens sieht ähnlich aus wie Juliens gesamte Saison: Julien dominiert in den Anstiegen, während Nino die Abstiege geradezu runterfliegt. In der fünften der insgesamt sechs Runden kann Julien die Lücke nach dem Downhill nicht mehr schliessen und muss Nino ziehen lassen.

Julien gibt nicht auf und versucht alles, sich in der letzten Runde zurück zu kämpfen. Er schafft es, ein kleines Bisschen aufzuschliessen; in der Hälfte der Runde liegt er fünf Sekunden hinter Nino zurück.

16:00 Enttäuschung an der Ziellinie

Leider ist der Schweizer Fahrer zu stark und Julien muss sich mit seinem zweiten Platz zufrieden geben. Er überquert die Ziellinie 10 Sekunden nach dem neuen Weltmeister.

Die Medaillenträger der Weltmeisterschaften 2015 sind: Nino Schurter (Gold), Julien Absalon (Silber) und Ondrej Cink (Bronze).

16:20 Interviews

Auch nach der Siegerehrung gibt es für Julien noch Verpflichtungen, die er wahrnehmen muss: Fernseh-Interviews für internationale Übertragungen und für nationale Sender.

Eskortiert von seinem BMC Team-Manager fährt Julien zur offiziellen Pressekonferenz, wo den Medaillenträgern Fragen von der Presse gestellt werden.

Manche Journalisten bevorzugen es, zu warten, um später genauere oder persönlichere Fragen stellen zu können. Julien nimmt sich stets die Zeit, ihnen alle Fragen zu beantworten; ganz egal wie gross oder wichtig das Medium ist (hier mit „L’Equipe“).

17:15 Zeit für die Fans

Zurück auf dem Areal des BMC-Teams warten bereits Juliens Fan auf den Silbermedaillenträger, der geduldig Autogramme gibt und für Fotos posiert.

Nachdem Julien endlich ein wohlverdientes Bier geniessen konnte, bespricht er das Rennen mit seinem Teammanager Alex Moos, während die Mechaniker bereits an seinem Rennbike arbeiten und es verpacken, um es dem französischen Nationalteam zu übergeben. Mit ihnen reist Julien zu seinem nächsten grossen „Rendezvous“ – dem Test-Event für die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro vom 11. Oktober.

18:15 Tschüss Vallnord!

Julien trödelt nie lange herum. Wenn er seinen Verpflichtungen nachgekommen ist, packt der Silbermedaillengewinner seine Siebensachen in sein „Absolut Absalon“-Wohnmobil und macht sich auf den Weg. Er wird den Abend mit dem französischen Nationalteam im Hotel verbringen, bevor er einige Ferientage mit seiner Frau und seinen zwei Söhnen auf einem Campingplatz im Süden Frankreichs geniessen wird.

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