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Ein Tag im Leben von Lorraine Truong

17. April 2015 — TeamSpirit
TeamSpirit

Egal um welche Art von Fahrrad es sich handelt – Lorraine Truong kann es fahren. Die talentierte Enduro-Fahrerin ist auch in der Enduro World Series höchst erfolgreich unterwegs. Was viele allerdings nicht wissen: Lorraine ist nicht nur Profi-Sportlerin, sondern arbeitet halbtags auch als Ingenieurin für BMC Switzerland. Ihre Tage sind lange und vollgepackt. Eine akribische Tagesplanung ist deswegen Pflicht, wobei ihr ihre wissenschaftlich geprägte Herangehensweise und ihre typisch schweizerisch-pragmatische Haltung helfen. Wir wachten sehr früh auf, um mit ihr im Val-de-Travers, einem verlorenen Ort im Jura, einen kompletten Tag zu verbringen.

4:30 – Tagwach!

Es ist dunkel und kalt. Ausserdem hat es gerade angefangen zu nieseln. Doch nichts von dem könnte Lorraine aufhalten, schon um halb fünf Uhr morgens aufzustehen. Ein hektischer Tag steht an!

4:45 –Keine Zeit zum “Snoozen”

Lorraine ist bereit für ihre erste Trainingssession: einen 50-minütigen Morgenlauf mit ihren zwei liebsten Begleitern, ihren Hunden Shimano und Fado.

5:40 – Erster Zug

Lorraine nimmt den ersten Zug zur Arbeit. Bis zum BMC-Hauptquartier in Grenchen dauert es 1:15 Stunden. Die zweieinhalb Stunden, die sie so pro Tag im Zug verbringt, gehen allerdings nie ungenutzt vorbei. Sie liebt es, während der Fahrt wissenschaftliche Bücher mit verrückten Titeln wie „Das Universum auf den Punkt gebracht“ oder „Über die Entdeckung der Weiten des Universums. Die aussergewöhnliche Geschichte der Mathematik und der Physik“ zu lesen oder KenKen zu spielen (eine kompliziertere Form des berühmteren Sudoku).

Manchmal liest sie auch ihre Lieblingscomics „Calvin&Hobbes“, oder sie nutzt die Zeit, ihren verpassten Schlaf nachzuholen.

7:00 - Bürozeit

Lorraine begann im Februar 2014 bei BMC zu arbeiten, zunächst im Rahmen ihrer Masterarbeit „Safety of bicycle composite fork steerer tubes“. Nachdem sie ihr Masterdiplom in der Tasche hatte, bot man ihr an, zu 50% als professionelle Enduro-Fahrerin, zu 50% als Bike-Ingenieurin zu arbeiten. „Das war natürlich eine fantastische Chance für mich. Biken mit Wissenschaft und Ingenieurskunst verbinden zu können, ist eine einmalige Gelegenheit Biken mit Wissenschaft und Ingenieurskunst verbinden zu können, ist eine einmalige Gelegenheit. Diejenigen, die mich gut kennen, wissen: Es könnte nicht besser laufen für mich!“ 

 

 

Häufig ist sie die erste im Büro. Schaltet ihren Computer an, um an der Entwicklung zukünftiger Räder zu arbeiten.

Seither arbeitet Lorraine im Produktionsteam, welches für die Technologien im Impec Lab zuständig ist. Dabei ist sie verantwortlich für die Berechnung und die Stimulation von Prototypen mit einem Fokus auf Verbundsstrukturen. “Lorraine kommt gerade von der Technischen Hochschule – Ihre Fähigkeiten auf dem Bike machen es ihr möglich, ihre theoretischen Entdeckungen gleich in der Praxis zu testensie hat einen Bachelor in Materialwissenschaften und einen Master in Maschinenbau, damit bringt sie das Wissen über die neusten Technologien aus der Branche mit. Ihre Fähigkeiten auf dem Bike machen es ihr möglich, ihre theoretischen Entdeckungen gleich in der Praxis zu testen, wovon wir alle profitieren können.“, erklärt ihr Vorgesetzter Stefan Christ, Produktmanager bei BMC Switzerland.

13:30 – Zurück ins Val-de-Travers

Nach der Arbeit geht es zurück ins Val-de-Travers. Den Weg nutzt sie, um ihr am Vorabend sorgfältig vorbereitetes Mittagessen zu geniessen.

Ihren Nachmittag widmet sie dann voll und ganz ihrer Lieblingsbeschäftigung: Mit dem Bike durch den Wald zu heizen.

Doch bevor sie aufs Bike hüpft, stattet sie noch einem ihrer Lieblingsplätze einen Besuch ab: der Garage.

Ein weiteres ihrer Hobbys ist die Pflege ihrer Räder. Ihre mechanischen Fähigkeiten waren ihr im letzten Jahr sehr nützlich, als sie als Einzelfahrerin ganz auf sich alleine gestellt war. Sie war sozusagen Fahrerin, Mechanikerin, Managerin und Köchin in einer Person.

14:15 - Der Spass beginnt

Die Region, in der sie aufgewachsen ist und noch heute lebt, ist die regenreichste der Schweiz. Regen und Schnee sind nie sehr weit. Diese Bedingungen sind der Hauptgrund, warum sie gerade auf nassem Untergrund zu den Besten gehört. Schlamm, rutschige Wurzeln und nasse Blätter sind seit jeher Teil ihres Lieblingsspielplatzes.

Tracey Moseleys Schützling hat uns auf ihren Lieblingstrail mitgenommen, einen geheimen, den sie sich nur an Rest Days gönnt.

17:00 – Genug vom Bike? Unmöglich!

Nach einigen Stunden auf dem Mountainbike auf ihrer Lieblingsstrecke wechselt sie aufs Trainingsrad. Ein paar Paletten, Balken und eine Holzbox wurden im Familiengarten extra so platziert, dass sie optimal an ihren Gleichgewichtsfähigkeiten und ihrer Fahrtechnik feilen kann. Das alles unter der strengen Aufsicht ihres elfjährigen Hundes Shimano. 

Eine halbe Stunde auf dem Trail Bike ist genug, es soll ja keine Zeit verschwendet werden. Es steht immer noch viel auf dem Programm…

Es soll ja keine Zeit verschwendet werden

5:45 - Fitnesszeit

Lorraine ist kein Mitglied in einem Fitnessstudio. Lieber trainiert sie in der ehemaligen Küche ihrer Eltern, die sie zum persönlichen Fitnesstempel umgebaut hat. Alle Geräte sind entweder secondhand oder gar selbstgebaut. 

Vor dem Abendessen geht sie dann gerne noch kurz mit ihren abenteuerlustigen Hunden spazieren. .

Lorraine zeigte uns den ersten Trail, den sie je gefahren ist. „Ich war gerademal 11. Ich hatte bloss ein Citybike – trotzdem Erst als ich mal mit meinen Freunden hierher kam, realisierte ich, dass es nicht für alle so einfach ist, wie für mich…habe ich es geliebt, nach der Schule hierhin zu kommen. Natürlich nur, wenn ich die Hausaufgaben schon erledigt hatte… Ich bin Runde um Runde gefahren. Erst als ich mal mit meinen Freunden hierher kam, realisierte ich, dass es nicht für alle so einfach ist, wie für mich…“

19:00 - Zu Tisch!

Lorraine folgt keiner bestimmten Diät. Es kann auch mal vorkommen, dass sie sich bereits während dem Rennen auf den Burger danach oder auf die Schokolade im Fahrerlager freut. Lorraine ist auch eine begabte Köchin und zauberte zum Abendessen „Endives au jambon“, ein typisch westschweizerisches Gericht mit Salat, Schinken, viel Bechamel-Sosse und Käse. Das entspricht zwar nicht wirklich der Ernährung eines Sportlers, ist aber das perfekte Essen, um die Energiespeicher nach einem anstrengenden Tag wieder aufzufüllen.

Sie versucht so oft wie möglich mit ihren Eltern zu essen, bei denen sie noch immer lebt. Lorraine ist die Jüngste von fünf Geschwistern. Obwohl ihr Bruder und ihre drei Schwestern bereits ausgezogen sind, sind sie die grössten Fans der jungen Enduro-Fahrerin und unterstützen sie so tatkräftig wie nur möglich.

20:30 – Den Tag ausklingen zulassen

Der Tag neigt sich schliesslich dem Ende zu. Lorraine geht zurück in ihr Zimmer, in dem sie aufgewachsen ist und das sie nur für ihr Studium an der Eidgenössischen Technischen Hochschule in Lausanne (EPFL) längere Zeit verlassen hatte.

Anders als die meisten anderen 25-jährigen Mädels macht Lorraine klar, dass sie die Farbe Pink nicht mag. Kurz vor dem Schlafengehen springt sie allerdings in einen lustigen pinken Overall, um eine Dehnungs- und Entspannungseinheit einzulegen. „Ich liebe es, richtig bequeme Sachen zu tragen, und dieser Overall ist einfach nur super. Es hat ihn nur in pink oder schwarz gegeben – und schwarz war mir einfach zu traurig…“

Lorraine mag entspannt aussehen – vor wichtigen Rennen ist sie es allerdings oft nicht.Lorraine mag entspannt aussehen – vor wichtigen Rennen ist sie es allerdings oft nicht. Deshalb arbeitet sie seit ein paar Monaten mit einem Sportpsychologen zusammen und investiert 10-15 Minuten täglich in einige Mentalübungen um ihren Kopf freizubekommen.

An dem Punkt des Tages wären die meisten von uns wahrscheinlich einfach nur erschöpft ins Bett gefallen. Nicht so Lorraine, die erstmal noch ein Buch über Atome, Moleküle und andere Partikel öffnet – Stoff für ihre Träume, die eines Tages die Welt ändern könnten.

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